KI-Nutzung in Österreich 2026: Der Daten-Report für Unternehmen
Wie viele österreichische Unternehmen nutzen KI, in welchen Branchen und wofür? Der datenbasierte Report mit Zahlen von Statistik Austria, KMU Forschung Austria und Digital Austria, jährlich aktualisiert.
Auf den Punkt
- 30 % der österreichischen Unternehmen (ab 10 Beschäftigten) nutzen 2025 KI, nach 20 % (2024) und 11 % (2023), eine Verdreifachung in zwei Jahren (Statistik Austria).
- Bei KMU liegt Österreich mit 29 % über dem EU-Wert von 19 % (KMU Forschung Austria).
- Große Unternehmen (50 %) und die IKT-Branche (61 %) sind führend, kleine Betriebe (18 %) und die Industrie (15 %) hinken hinterher.
- Der Haken: Beim KI-Reifegrad liegt Österreich unter dem EU-Schnitt, und nur 20 % der Beschäftigten dürfen KI uneingeschränkt nutzen. Hohe Nutzung trifft auf wenig Strategie.
KI-Nutzung in Österreich: der Überblick 2026
Die KI-Nutzung in österreichischen Unternehmen wächst rasant: 2025 setzen rund 30 % der Unternehmen ab 10 Beschäftigten KI-Technologien ein, mehr als doppelt so viele wie 2023. Österreich liegt damit bei der Verbreitung im EU-Mittelfeld, beim KI-Reifegrad jedoch unter dem Durchschnitt. Dieser Report bündelt die belastbaren Zahlen aus offiziellen Quellen.
Zu den Zahlen: Verschiedene Studien messen Unterschiedliches, deshalb kursieren unterschiedliche Prozentwerte. Statistik Austria erhebt Unternehmen ab 10 Beschäftigten, KMU Forschung Austria betrachtet KMU, EY und der Handelsverband befragen teils Einzelpersonen oder alle Betriebe. Wir weisen darum bei jeder Zahl die Quelle und die Bezugsgröße aus.
Wie viele Unternehmen nutzen KI? Die Entwicklung
Der wichtigste Trend zuerst: Der KI-Einsatz hat sich in Österreich binnen zwei Jahren fast verdreifacht. Laut Statistik Austria (IKT-Einsatz in Unternehmen) entwickelte sich der Anteil der Unternehmen ab 10 Beschäftigten so:
| Jahr | Unternehmen mit KI-Einsatz |
|---|---|
| 2023 | 11 % |
| 2024 | 20 % |
| 2025 | 30 % |
Den KMU-Bereich beziffert KMU Forschung Austria im Bericht „KMU im Fokus 2025" auf 29 % KI-Einsatz (2024: 19 %). Damit liegt Österreich bei den kleinen und mittleren Unternehmen über dem EU-Wert von 19 %, ein erfreuliches Signal für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.
KI-Einsatz nach Unternehmensgröße
Die Unternehmensgröße ist der stärkste Treiber der KI-Nutzung. Je größer das Unternehmen, desto wahrscheinlicher der KI-Einsatz, kleine Betriebe haben hier den größten Nachholbedarf (Statistik Austria 2024):
| Unternehmensgröße | KI-Einsatz |
|---|---|
| Klein (10 bis 49 Beschäftigte) | 18 % |
| Mittel (50 bis 249 Beschäftigte) | 29 % |
| Groß (250+ Beschäftigte) | 50 % |
KI-Einsatz nach Branche
Auch zwischen den Branchen klafft eine große Lücke. Dienstleister und vor allem die IKT-Branche setzen KI deutlich häufiger ein als der produzierende Bereich (Statistik Austria 2024):
| Branche | KI-Einsatz |
|---|---|
| Information & Kommunikation | 61 % |
| Dienstleistungsbereich (gesamt) | 23 % |
| Produzierender Bereich | 15 % |
Wofür Österreichs Unternehmen KI einsetzen
Generative KI für Text dominiert klar. Am häufigsten nutzen österreichische Unternehmen KI für Texterkennung und -verarbeitung, gefolgt von Sprachgenerierung und Datenanalyse (Statistik Austria 2024, Anteil der KI-nutzenden Unternehmen):
| KI-Technologie | Anteil |
|---|---|
| Texterkennung & -verarbeitung | 65 % |
| Sprachgenerierung (z. B. ChatGPT) | 41 % |
| Datenanalyse / Machine Learning | 34 % |
| Spracherkennung | 29 % |
| Prozessautomatisierung / Entscheidungshilfe | 24 % |
| Bilderkennung | 17 % |
| Autonome Roboter / Fahrzeuge | 6 % |
Bei den konkreten Tools führen laut AI-Readiness-Studie von Handelsverband und Google Austria (2025) die üblichen Verdächtigen. Eingesetzt werden sie vor allem für Texterstellung (49 %), Übersetzung (41 %) und Recherche (37 %):
| Tool | Verbreitung in Betrieben |
|---|---|
| ChatGPT | 53 % |
| Microsoft Copilot | 36 % |
| DeepL | 27 % |
| Google Gemini | 19 % |
Die Lücke: hohe Nutzung, wenig Strategie
So positiv die Wachstumszahlen sind, sie verdecken ein strukturelles Problem: Österreich nutzt KI breit, aber selten strategisch. Drei Befunde zeigen das deutlich.
Erstens die Freigabe-Lücke: Laut EY European AI Barometer 2025 nutzen 73 % der Befragten generative KI, aber nur 20 % dürfen sie uneingeschränkt am Arbeitsplatz einsetzen, deutlich unter dem EU-Schnitt von 32 %. Das Ergebnis ist massive Schatten-KI, also KI-Nutzung an IT und Geschäftsführung vorbei.
Zweitens der Reifegrad: Der KI-Monitor von Digital Austria weist für Österreich einen AI-Quotienten von 30 Punkten aus, unter dem EU-Schnitt (34) und dem globalen Wert (36). Drittens das ungenutzte Potenzial: Eine Studie der IMC Krems zeigt, dass rund 70 % der erkannten Produktivitätspotenziale durch KI bislang ungenutzt bleiben.
Was Unternehmen vom KI-Einsatz abhält
Die Hürden sind selten technischer Natur. Unternehmen, die KI in Erwägung gezogen, aber nicht eingeführt haben, nennen laut Statistik Austria vor allem:
- Fehlendes Fachwissen im Unternehmen
- Rechtliche Unsicherheiten beim KI-Einsatz
- Mangelnde Verfügbarkeit oder Qualität der benötigten Daten
- Inkompatibilität von Daten und bestehenden Systemen
Mit anderen Worten: Es sind Kompetenz- und Governance-Themen, keine reinen Kostenfragen. Genau hier entscheidet sich, ob aus der hohen Nutzung auch echter Geschäftswert wird.
Was die Zahlen für dein Unternehmen bedeuten
Für österreichische Unternehmen ergeben sich aus diesen Daten drei klare Schlüsse. Erstens: KI ist im Markt angekommen, wer jetzt zögert, verliert den Anschluss an die schnell wachsende Mehrheit. Zweitens: Der größte Hebel liegt nicht in mehr Tools, sondern in Kompetenz und klaren Regeln, also Schulung, Richtlinien und sauberer Datenbasis. Drittens: Wer früh strukturiert vorgeht, verwandelt den österreichischen Rückstand beim Reifegrad in einen Vorsprung.
Praktisch heißt das: KI-Kompetenz im Team aufbauen (auch eine Pflicht nach dem EU AI Act), eine klare KI-Strategie definieren und Schatten-KI in kontrollierte Nutzung überführen. Genau dabei unterstützt EXsteinAI Unternehmen im DACH-Raum.
Häufige Fragen zur KI-Nutzung in Österreich (FAQ)
Wie viele Unternehmen in Österreich nutzen KI?
Laut Statistik Austria setzen 2025 rund 30 % der Unternehmen ab 10 Beschäftigten KI ein, nach 20 % (2024) und 11 % (2023). Der Anteil hat sich damit innerhalb von zwei Jahren fast verdreifacht. Bei KMU liegt der Wert laut KMU Forschung Austria bei 29 %.
Liegt Österreich beim KI-Einsatz über oder unter dem EU-Durchschnitt?
Das kommt auf die Kennzahl an. Beim KI-Einsatz in KMU liegt Österreich mit 29 % über dem EU-Wert von 19 % (KMU Forschung Austria). Beim KI-Reifegrad rangiert Österreich laut Digital Austria mit einem AI-Quotienten von 30 dagegen unter dem EU-Schnitt von 34.
Welche Branchen in Österreich nutzen am meisten KI?
Spitzenreiter ist die Informations- und Kommunikationsbranche mit 61 %. Der Dienstleistungsbereich nutzt KI mit 23 % deutlich häufiger als der produzierende Bereich mit 15 % (Statistik Austria 2024). Auch große Unternehmen liegen mit 50 % weit vor kleinen mit 18 %.
Wofür setzen österreichische Unternehmen KI ein?
Am häufigsten für Texterkennung und -verarbeitung (65 % der KI-nutzenden Unternehmen), gefolgt von Sprachgenerierung (41 %), Datenanalyse (34 %) und Spracherkennung (29 %). Bei den Tools dominieren ChatGPT (53 %) und Microsoft Copilot (36 %).
Warum nutzen viele österreichische Unternehmen noch keine KI?
Die häufigsten Hürden sind fehlendes Fachwissen, rechtliche Unsicherheiten, mangelnde Datenqualität und die Inkompatibilität bestehender Systeme (Statistik Austria 2024). Es sind also überwiegend Kompetenz- und Governance-Themen, keine reinen Kostenfragen.
Welche KI-Tools sind in Österreich am beliebtesten?
Laut AI-Readiness-Studie von Handelsverband und Google Austria führen ChatGPT (53 %) und Microsoft Copilot (36 %), gefolgt von DeepL (27 %) und Google Gemini (19 %). Eingesetzt werden sie vor allem für Texterstellung, Übersetzung und Recherche.
Fazit: Österreich nutzt KI, jetzt muss es sie beherrschen
Die Verbreitung von KI in Österreich wächst schneller als fast überall sonst in der öffentlichen Wahrnehmung, von 11 % auf 30 % der Unternehmen in nur zwei Jahren. Doch Nutzung allein ist kein Wettbewerbsvorteil. Den Unterschied macht, wer KI strategisch, sicher und kompetent einsetzt, statt sie nur auszuprobieren.
Du willst wissen, wo dein Unternehmen im österreichischen Vergleich steht und wo dein größter KI-Hebel liegt? Lass uns sprechen. Datenbasiert, strategisch und auf den österreichischen Markt zugeschnitten.
Quellen
- Statistik Austria, IKT-Einsatz in Unternehmen: statistik.at
- KMU Forschung Austria, „KMU im Fokus 2025": kmuforschung.ac.at
- Digital Austria, KI-Monitor: digitalaustria.gv.at
- EY European AI Barometer 2025: ey.com
- Handelsverband & Google Austria, AI-Readiness-Studie 2025: handelsverband.at
State-of-KI-in-Österreich-Report. Stand: Mai 2026, wird jährlich aktualisiert. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information.